Kein Wunschdenken. Die Wissenschaft erforscht das seit Jahrzehnten.
LifeSparks beruht auf einem einfachen Gedanken: Wer das Gute bemerkt und später wieder daran zurückdenkt, fühlt sich besser. Das klingt vielleicht nach einem Wohlfühlspruch, ist aber keiner. Die Idee wird seit Jahrzehnten in Studien geprüft, und man konnte sogar im Hirnscanner beobachten, was dabei passiert.
Du musst keine einzige Studie lesen, damit LifeSparks dir etwas bringt. Wenn du aber wissen möchtest, ob das Ganze Hand und Fuß hat, findest du hier verständlich zusammengefasst, was die Forschung dazu sagt.
Skitour daheim mit Markus
1Was beim Erinnern an Gutes passiert, lässt sich messen
Wer sich an einen guten Moment erinnert, erlebt ihn ein Stück weit noch einmal.
Wenn du eine glückliche Erinnerung hervorholst, ruft dein Gehirn sie nicht einfach ab wie eine Tatsache. Es aktiviert dasselbe Belohnungssystem, das auch reagiert, wenn wir etwas bekommen, das uns wichtig ist.
Megan Speer und Mauricio Delgado haben das im Hirnscanner direkt beobachtet: Beim Erinnern an etwas Schönes werden genau die Belohnungszentren aktiv, die auch bei einem Geldgewinn anspringen, und je stärker sie reagierten, desto mehr hob sich die Stimmung der Studienteilnehmenden. Das Gute noch einmal zu erleben, ist also für sich schon eine kleine Belohnung.
Gute Erinnerungen helfen deinem Körper, mit Stress umzugehen.
Dabei geht es nicht nur um die Stimmung. Positive Erinnerungen scheinen auch zu verändern, wie dein Körper auf Belastung reagiert.
In einer Folgestudie ließen Speer und Delgado die Teilnehmenden direkt nach einer stressigen Aufgabe entweder an glückliche oder an alltägliche Erlebnisse zurückdenken. Bei denen, die an schöne Zeiten dachten, stieg das Cortisol, das wichtigste Stresshormon des Körpers, messbar weniger an, und sie fühlten sich weniger aufgewühlt. Eine bewusst hervorgeholte gute Erinnerung kann einen schweren Tag also ein wenig abfedern.
2Die Wirkung hält an
Ein paar Minuten am Tag können die Stimmung über Monate heben.
Eines der am häufigsten bestätigten Ergebnisse der positiven Psychologie ist zugleich eines der einfachsten: Wer jeden Tag ein paar gute Dinge aufschreibt und kurz darüber nachdenkt, wie es dazu kam, dem geht es messbar besser, und zwar langfristig.
In einer viel beachteten Studie baten der Psychologe Martin Seligman und sein Team Menschen, eine Woche lang jeden Tag drei gute Dinge zu notieren. Mehr nicht. Trotzdem waren die Studienteilnehmenden nicht nur direkt danach messbar glücklicher, sondern auch noch drei und sechs Monate später. Die Übung wurde seitdem in vielen Ländern wiederholt, mit Pflegekräften, Studierenden und Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenslagen, und das Ergebnis war ebenso ermutigend.
LifeSparks übernimmt den Kern dieser Übung, aber ohne das Mühsame: Es gibt keine Liste, die du jeden Tag abarbeiten musst, und keine Hausaufgaben. Du hältst fest, was dich wirklich bewegt hat, so wie es gerade passt, und irgendwann ist es von selbst wieder da.


3Aus guten Gefühlen wächst etwas Bleibendes
Freude fühlt sich nicht nur gut an. Sie macht dich auch stärker.
Bei Stress und Sorgen wird die Welt eng, und der Blick bleibt an dem hängen, was nicht stimmt. Gute Gefühle bewirken das Gegenteil, und das ist wichtiger, als es klingt.
Laut der gut belegten „Broaden-and-Build“-Theorie der Psychologin Barbara Fredrickson weiten Momente der Freude, der Neugier und der Zufriedenheit tatsächlich deine Aufmerksamkeit. Mit der Zeit entsteht daraus etwas Dauerhaftes: engere Beziehungen, klareres Denken und mehr Widerstandskraft, auf die du zurückgreifen kannst, wenn es schwer wird. Gute Momente sind also nicht die Belohnung am Ende, sondern die Grundlage für alles, was danach kommt.
Was die Forschung nicht zeigt
Die meisten Seiten dieser Art hören bei den guten Nachrichten auf. Hier kommt der Rest, damit du dir selbst ein Urteil bilden kannst.
Die Effekte sind belegt, aber klein. Dass es das Wohlbefinden hebt, gute Momente noch einmal zu erleben, hat sich in vielen Studien bestätigt. Aber es hilft ein wenig, es verändert nicht dein Leben. Wer mehr verspricht, will dir etwas verkaufen.
Nicht alles in diesem Feld hat sich bestätigt. Viele frühe Studien waren klein, und kleine Studien überschätzen ihre Ergebnisse oft. Als man das herausgerechnet hat, blieb die Wirkung auf das Wohlbefinden bestehen, die Wirkung auf Depressionen dagegen kaum. Die positive Psychologie hat ein schwierigeres Jahrzehnt hinter sich, als ihr Ruf vermuten lässt.
Keine dieser Studien hat LifeSparks getestet. Die Forschung zeigt, dass es messbar etwas bewirkt, gute Momente noch einmal zu erleben. Wie LifeSparks das umsetzt, also alle drei Tage, per E-Mail, aus einer Sammlung, die du selbst angelegt hast, dazu sagt sie nichts. Das habe ich so entschieden, es ist kein Forschungsergebnis.
Für schwere Zeiten ist es nicht gemacht. Nichts in dieser Forschung handelt von Depression, Trauer oder Krisen. Wenn es dir wirklich schlecht geht, ist LifeSparks nicht das, was dir hilft. Sprich mit jemandem darüber, LifeSparks läuft dir nicht weg.
Bei allen Einschränkungen halte ich LifeSparks für einen Versuch, der sich lohnt, sonst hätte ich nicht Jahre damit verbracht. Der Mechanismus ist gut belegt, der Aufwand ist fast null, und schlimmstenfalls hast du am Ende eine Sammlung deiner eigenen guten Momente. Und das meiste, was im Leben zählt, entsteht genau so: aus kleinen Dingen, die sich über Jahre summieren.
LifeSparks ist keine Therapie und keine Behandlung und ersetzt keine fachkundige Hilfe.
Wie sich die Wirkung aufbaut
Das Folgende ist kein Studienergebnis, sondern meine Einschätzung. Sie beruht auf der Forschung oben und auf dem, was ich selbst mit LifeSparks erlebe.
Fang mit einer Sammlung an, nicht mit einem einzelnen Spark. Ein Spark, der ab und zu zurückkommt, bewirkt wenig. Wenn du nichts änderst, kommt alle drei Tage einer, und mit nur einer Handvoll in deiner Sammlung würdest du immer wieder dieselben sehen. Der beste erste Schritt ist deshalb, eine richtige Sammlung anzulegen: Geh deine Fotogalerie durch und denk an Reisen, Menschen und kleine Erfolge zurück. Die meisten merken dabei, dass es sich weniger nach Arbeit anfühlt als nach einem Nachmittag mit dem eigenen Leben. Erste Schritte →
Die Wirkung wächst mit jedem Spark, der zurückkommt. Jeder einzelne bewirkt für sich nur wenig. Den Unterschied machen Menge und Vielfalt: Dutzende verschiedene gute Momente aus unterschiedlichen Jahren und Lebensbereichen, einer nach dem anderen. Über Monate zeichnet dein Gedächtnis so ein gerechteres Bild von deinem Leben, und das fällt dann auch freundlicher aus.
Sammle weiter. Neue Sparks halten die Sammlung lebendig, und nebenbei passiert noch etwas: Sobald es einen Ort für gute Momente gibt, fallen sie dir öfter auf. Auch dieser andere Blick auf deinen Alltag gehört zur Wirkung.